Der 11. Februar. Am heutigen Tag des Notrufs steht europaweit die Zahl im Mittelpunkt, die Leben retten kann. Die 112.
Die Geschichte dahinter?
Dieser europäische Aktionstag wurde im Jahr 2009 eingeführt, um dieser wichtigen Zahl mehr Aufmerksamkeit zu verleihen. Wir werden daran erinnert, wie wichtig ein zuverlässiges Notrufsystem ist.
Die einheitliche Rufnummer 112 für die Feuerwehr und den Rettungsdienst gibt es in Deutschland schon seit dem Jahr 1973. Ebenso die 110 für die Polizei.
Im Jahr 1991 beschlossen dann die Europa-Ministerien, sie für jedes europäische Land einzuführen und haben damit einen gemeinsamen Standard für ein einheitliches Notrufsystem geschaffen.
Warum eine Nummer für alle?
Die einheitliche Rufnummer soll im Ernstfall wichtige Sekunden oder Minuten sparen. Ob zuhause, unterwegs in anderen Landkreisen oder Bundesländern oder irgendwo im Urlaub in Europa – niemand muss überlegen, welche Notrufnummer hier gilt. Es ist die 112. Du brauchst kein Telefonbuch, kein Internet, um eine lokale Telefonnummer herauszufinden. Genau darauf kommt es an. Schnelle Hilfe für jeden von jedem Ort in Europa.
Was macht die 112 noch besonders?
- Zunächst ist sie rund um die Uhr – 24/7 erreichbar.
- Sie ist gebührenfrei, sodass sie von jedem Telefon aus gewählt werden kann. Egal ob du Guthaben auf deiner Karte hast oder nicht.
- Egal ob ein Handy entsperrt ist oder nicht, du kannst di 112 wählen.
- Du erreichst damit ausschließlich hervorragend ausgebildete Menschen, die dich durch schwierige Situationen leiten bis Hilfe da ist.
Wann rufst du die 112?
Die 112 ist nur für akute Notfälle reserviert. Das gilt vor allem für:
- schwere Verletzungen nach einem Unfall
- Bewusstlosigkeit, schwere Orientierungslosigkeit
- Feuer, Rauchentwicklung, Gasgeruch
- Verdacht auf Schlaganfall (einseitige Lähmung, hängender Mundwinkel, Sprachstörungen)
- Anzeichen eines Schlaganfalls (kalter Schweiß, Brustschmerzen, Atemnot)
Wann rufst du die 112 nicht?
Damit die Leitstellen nicht mit anderweitigen gesundheitlichen Problemen überlastet werden, wenn der Hausarzt geschlossen hat, wurde die 116 117 als Vermittlung für nicht-akut-Fälle, die einen Arzt benötigen bereitgestellt.
Menschen hinter der 112
Alle Menschen, die die 112 mit Leben füllen, tun das aus der Überzeugung, Leben retten zu wollen. Sie arbeiten in Schichten, an Feiertagen, Wochenenden sowieso. Sie verzichten auf Familienfeiern, sind in ständiger Bereitschaft oder auch im Ehrenamt tätig. Ich finde auch das muss an diesem Tag unbedingt erwähnt und vor allem wertgeschätzt werden.
Erfahrungen mit der 112?
Glücklicherweise musste ich die 112 noch nicht in Anspruch nehmen. Genauer gesagt einmal. Einem Kind fiel eine Glasflasche auf den Boden und diese zersprang. Dabei hatte sich das Kind verletzt und blutete am Bein. Die Mutter war mit dem anderen Kind beschäftigt, das sich in dem Moment übergeben musst (ja, es kommt immer alles auf einmal) und wusste gar nicht wohin sie zuerst ihre Aufmerksamkeit lenken sollte. In dieser Situation wählte ich den Notruf und leistete erste Hilfe. Es waren nicht meine Kinder, trotzdem hat mich das ganze berührt. Die beiden Notfallsanitäter blieben ganz ruhig und routiniert, als sie da waren. Trotz aufgelöster Mutter, einem Kind mit Schnittverletzung und einem Kind das ständig erbrach.
Fazit
Ersthelfer können und sollten wir alle sein. Aber ich bin dankbar, dass es das Notfallsystem gibt. Musstest du schon einmal die 112 wählen? Hinterlasse mir gerne einen Kommentar oder teile meinen Beitrag, wenn er dir gefallen hat.
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